Strumpf-Geschichten

15. Mai

Ganz genau weiß es niemand, wann eigentlich die erste Frau den ersten Strumpf anzog. Ja, bis ins 16. Jahrhundert hinein war sogar aus öffentlich zugänglichen Quellen kaum erkennbar, ob Frauen überhaupt Beine hatten. Sie liefen ausschließlich in langen Kleidern oder Röcken herum und die bildlichen Darstellungen hielten sich strikt an diese Vorgabe.

Charles Panati, der in seiner „Universalgeschichte der ganz gewöhnlichen Dinge“ unter anderem auch die Geschichte des Damenstrumpfes recherchierte, zitiert den Botschafter ihrer katholischen Majestät, der Königin von Spanien, der empört ein Gastgeschenk, ein paar Strümpfe, zurückweist: „Packt Eure Strümpfe wieder ein! Und nehmt zur Kenntnis, Ihr Tölpel, dass die Königin von Spanien keine Beine hat.“

„Strumpfologe“ Panati fand außerdem heraus, dass eine der ganz großen Ausnahmen von der Regel „Beinlichkeiten“ nicht aller Öffentlichkeit zur Schau zu stellen erstmals im Jahr 1306 in Britannien kursierte und für einige Aufregung sorgte. Es war eine von einem unbekannten Autor erstellte Handschrift, die eine adlige Dame zeigte, wie sie sich während der morgendlichen Toilette von einer Dienerin einen Strumpf reichen läßt.

Es war wieder einmal die englische Königin Elizabeth I., die für den Durchbruch in Sachen Damenstrumpfmode sorgte. 28 Jahre alt war die junge Königin, saß erst seit gut zwei Jahren auf dem Thron Britanniens, als sie ein paar Seidenstrümpfe geschenkt bekam, die sie so entzückend fand, dass sie gleich ein paar Dutzend in Auftrag gab.

Dieser allerhöchste majestätische Segen ließ dann auch die Erfinder nicht ruhen. Während Elizabeth ihre Widersacherin Maria Stuart hinrichten ließ (1587) und ihr großer Admiral Sir Francis Drake die spanische Armada auf den Grund des Meeres schickte (1588) tüfftelte ein gewisser Reverend William Lee an einem Strumpfwirkstuhl. Und er schaffte es. Das Jahr 1589 gilt als das Geburtsjahr der Strumpfindustrie.

Reverend Lees Erfindung hatte allerdings eine Schwachstelle. Da die Strümpfe „auf einer Maschine gestrickt wurden, aus einem einzigen Faden in einer Reihe zusammenhängender Schlingen“, führte der kleinste Riss oder Schnitt zum Desaster, dem Strümpfe-GAU, der Laufmasche. Über all die folgenden Jahrhunderte hinweg fiel buchstäblich niemandem ein, wie man dieses Problems Herr werden könnte.

Erst am 3. April 1926 stellte eine englische Firma einen Strumpf vor, der nun endlich die Laufmasche zumindest stoppen sollte. Dass man sich dabei eines französischen Patents bediente, ist schon ein wenig erstaunlich, denn die Idee ist denkbar einfach. Der Strumpfrand wurde verstärkt und so die Laufmasche aufgehalten.

Um so spektakulärer war die Ankündigung des 1802 gegründeten amerikanischen Chemieunternehmens DuPont, man habe Damenstrümpfe erfunden, die praktisch ewig halten würden. Dies stellte sich in der Praxis als unhaltbare Behauptung heraus, aber es sorgte für soviel Aufregung, dass selbst ein neues Harry-Potter-Buch Mühe gehabt hätte, mitzuhalten.
Das Zauberwort hieß „Nylon“, ungeheuer elastisch, praktisch reißfest, einfach ideal. Es war die erste 100prozentige Synthetikfaser

DuPont erklärte den 15. Mai 1940 zum „Nylon-Tag“. Vor diesem Tag war es strikt untersagt, die neuen Wunderstrümpfe zu tragen oder gar zu verkaufen. In den USA lief eine gigantische Werbekampagne an, die alles bisher dagewesene weit in den Schatten stellte.
Sie löste geradezu eine Massenhysterie aus mit kreischenden Frauen, die ungeduldig und stundenlang vor den Warenhäusern darauf warteten, dass endlich die Türen geöffnet wurden.

Dann am frühen Morgen des 15.Mai 1940 wurden die Strumpfabteilungen der Warenhäuser und die Wäschegeschäfte gestürmt. Du Pont hatte es für eine gute Idee gehalten, nicht mehr als 36 Millionen Paar Nylons im Jahr 1940 zu produzieren. Sie wurden restlos verkauft.

Gleichzeitig mit den Amerikanern hatte übrigens der deutsche Chemiker Paul Schlack eine ebenso reiß- und scheuerfeste Kunstfaser entwickelt und diese dem Konzern IG Farben in Landsberg an der Warthe übergeben. Ihr Name: Perlon. 1943 lief die Produktion an. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die USA bereits im Krieg mit Deutschland, so dass wirklich niemand auf die Idee kommen kann, das eine hätte mit dem anderen auch nur das Geringste zu tun.

Alberts dicke Pötte

14.Mai

Die drei ist schon eine magische Zahl. Drei Heilige Könige, drei Musketiere... Anfang des Jahrhunderts waren es drei Schiffe, die Geschichte schreiben sollten: Die gigantischen Passagierliner „Imperator“, „Vaterland“ und „Bismarck“, alle in Hamburg gebaut, sollten nach dem Willen ihres ehrgeizigen Generaldirektor Albert Ballin die Hamburger Reederei „Hapag“ an die Spitze der internationalen Passagierschiffahrt bringen und der Konkurrenz aus Bremen und aus England die maritimen Hacken zeigen.

Am 23. Mai 1912 wurde das zweite von Alberts dicken Pötten, die gigantische „Vaterland“ getauft, und Ihre Majestät, der deutsche Kaiser Wilhelm II. hatte sich zur Feier des Tages etwas ganz Besonders einfallen lassen: Denn ausgerechnet durch ein Schiff und ausgerechnet in Hamburg sollte die große Geste der Versöhnung zwischen Preußen und Bayern stattfinden.
Die beiden Herrscherhäuser, die preußischen Hohenzollern und die bayerischen Wittelsbacher, waren sich nämlich am Anfang des 20. Jahrhunderts nicht ganz grün und so sollten die Bayern ein Schiff taufen dürfen, ein richtig großes, ein richtig schönes, was Stolzes.

König Ludwig III. kam allerdings nicht höchstpersönlich, sondern er schickte seinen Ältesten, Rupprecht,, der, wenn nicht bald der Erste Weltkrieg und das Ende der deutschen Monarchien gekommen wäre, das Land der Bayern hätte erben sollen. „Willem zwo“ blieb zuhause in Berlin, um Rupprecht protokollarisch nicht zum Knecht zu degradieren.

Die große Geste kam gut an: Kronprinz Rupprecht strahlte mit Zehntausenden von Hamburgern um die Wette, als der beeindruckende fast 290 Meter lange stählerne Koloss ins Wasser der Elbe glitt. Es war und es blieb das größte jemals unter deutscher Flagge in Dienst gestellte Passagierschiff. Und es war eine Revolution im Passagierschiffbau, bot sich doch erstmals die Möglichkeit, große Räume im Schiffsinneren zu gestalten, Hallen zu entwerfen, wie in den vom selben Publikum gewohnten Luxus-Hotels.

So war beispielsweise der Wintergarten der „Vaterland“ ein atemberaubend hoher Raum, mit Palmen und Blumen kunstvoll geschmückt, leichte Korbsessel standen dort wie in einem englischen Herrenhaus in Indien. Der über mehrere Decks reichende Speisesaal der „Vaterland“ war so konzipiert, dass man ihn nur über eine Treppe von oben erreichen konnte. So bot sich die Möglichkeit, zu sehen und gesehen zu werden. Auf jedem der runden Tische stand in der Mitte eine Lampe, der Raum wurde an der Decke von einem üppigen Gemälde abgeschlossen. Telefonzentrale und eine komplette Ladenstraße mit Reisebüro boten einen unvergleichlichen Service. Insgesamt brannten auf dem Schiff 15 000 elektrische Lampen.

Die Räume der 1. Klasse waren wie kleine Wohnungen eingerichtet, die beiden Kaiser-Suiten und die zehn Staatszimmer übertrafen an Komfort alles bis dato dagewesene. Alle hatten Salon, Schlafzimmer und Bad.

Das Schicksal der „Vaterland“ ist schnell erzählt. Erst zwei Jahre nach der Taufe, am 14. Mai 1914 , ging der Stolz der deutschen Passagierschifffahrt auf Jungfernreise von Cuxhaven nach New York. Schon auf ihrer dritten Reise wurde sie in Hoboken am Hudson-River gegenüber von New York vom Krieg überrascht. 1917 wurde die „Vaterland“ nach dem Kriegseintritt der USA von den Amerikanern beschlagnahmt und zunächst als Transporter für die US-Navy eingesetzt. Noch im selben Jahr wurde sie umgetauft in „Leviathan“. Als Passagierschiff in Fahrt arbeitete die „Leviathan“ Ex-„Vaterland“ nach einem Umbau 1923 einige Jahre für die United States Lines, New York. 1938 wurde das Schiff nach Rosyth in Schottland gebracht, wo es am 14. Februar 1938 zerschnitten wurde.

Die Hapag versuchte es übrigens mit einer zweiten „Vaterland“ und wieder kam ein Krieg dazwischen: 1938 legte sie bei Blohm & Voss ein Schiff dieses Namens auf Kiel und es lief tatsächlich 1940 vom Stapel. Aber in Dienst wurde diese „Vaterland“ nicht mehr gestellt, sondern der eigentlich als das neue Flaggschiff der Hapag vorgesehene Ozeanriese fiel 1943 einem Bombenangriff zum Opfer. Im 20. Jahrhundert hatten die Deutschen halt nur wenig Glück mit allem, was „Vaterland“ hieß ...

Die Königin von Afrika

12. Mai

Als am 20. Februar 1952 der Film „African Queen“ in die Kinos kam, da war die Hauptdarstellerin Katherine Hepburn bereits 43 Jahre alt. Geboren am 12. Mai 1907 starb sie erst am 29. Juni 2003, was bedeutet, dass „die Hepburn“ alle anderen überlebte: Humphrey Bogart starb bereits knapp fünf Jahre nach der Uraufführung, Regisseur John Huston 1987.

Möglicherweise war sein Tod der Auslöser dafür, das Katherine Hepburn sich in jenem Jahr noch einmal genau an die „African Queen“ erinnern wollte. Sie schrieb ein Buch mit dem Titel „African Queen oder wie ich mit Bogart, Bacall und Huston nach Afrika fuhr und beinahe den Verstand verlor“. Es wurde ein höchst persönliches Werk, in dem die als außerordentlich schwierig, spröde und zickig geltende Schauspielerin nach allen Regeln der Kunst die Sau rauslässt.

Über Bogarts Ehefrau Lauren Bacall, die stets an seiner Seite zu finden war und die sie nur Betty nennt, schreibt sie beispielsweise: „Erstens mal ist sie jung und hat wunderbare hellbraune Haut und das unglaublichste aschblonde Haar. Wunderschön. Ob glatt oder gelockt. Man hat übrigens nichts von ihr gesehen, wenn man sie nicht frühmorgens in ihrem hellgrünen Morgenmantel auf dem Weg zum Plumpsklosett gesehen hat, mit aufgestecktem Haar und ohne Lippenstift und sonst was.“

Mit John Huston verband sie jene Hassliebe, wie sie zwischen Schauspielerinnen und Regisseuren nicht selten sind. Auf der einen Seite kritisiert sie seine „einstudierten Südstaaten-Colonel-Charme“, findet es schrecklich, dass er stets alle Aufmerksamkeit auf sich ziehe, so als wäre er ein kleines Kind, hält ihn für arbeitsscheu und vergnügungssüchtig, für einen Mann, den eigentlich nur eines interessiert: die Jagd. Auf der anderen Seite bewunderte sie ihn für seine mehr oder weniger präzisen Regieanweisungen: „Sie setzen einfach ein Lächeln auf. In jeder Lage. Wie Mrs. Roosevelt - sie glaubte sie sei hässlich - sie dachte, sie sähe besser aus, wenn sie lächelte - also beschloss sie...Kopf hoch. Das beste kommt noch - vorwärts, immer vorwärts...Das Society-Lächeln“. Das war, so Katherine Hepburn, „verdammt noch mal die beste Regieanweisung, die ich jemals gehört habe.“

Auch über Bogart, der für seine Rolle als Kapitän Charlie Allnut übrigens den einzigen Oscar seiner Karriere erhielt, findet sie nette Worte: „Bogie war lustig. Ein großherziger Schauspieler, dem die Schauspielerei Spaß machte. Wusste, dass er gut war. Kannte immer seinen Text. War immer pünktlich. Hasste sein Haarteil. Wenn er es trug, war er morgens brummig - ungeduldig. Dann vergaß er es, und alles ging glatt. Nach Feierabend war er völlig erschöpft. Bevor er sich nicht einen oder zwei Drinks genehmigt hatte, war er brummig.“

Natürlich betrachtete die Hepburn den Alkoholkonsum von Bogie und Huston mit äußerstem Missfallen, sie die nur Mineralwasser trank. Und so war sie besonders sauer, als sie mit gefährlichen Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hatte, es den beiden Männern aber blendend ging. Als sich herausstellte, dass ausgerechnet das Wasser verunreinigt war, kannte ihr Ärger keine Grenzen: „Ich, die Königin des Wassertrinkens - die Urologentochter - war am schlimmsten dran. Und jene beiden haltlosen Schwächlinge hatten ihren Magen-Darm-Trakt so sehr mit Alkohol gefüllt, dass kein Bazillus dort überleben konnte.“

Die Dreharbeiten von „African Queen“, das war für Katherine Hepburn ein ständiges Wechselbad aus Faszination und Horrorerlebnissen. Die ständige Feuchtigkeit, der glitschige Fußboden in ihrer Hütte, das Plumpsklo, die Dusche, die nur tassenweise Wasser lieferte, „die Zirpfrösche kreischen wie am Spieß, dann und wann brüllt ein Affe.“

„Jede Einstellung war ein hysterischer Alptraum. Der Motor der Queen streikte. Oder eine der Schrauben geriet in die Schleppleine und wurde verbogen. Oder wir wurden von Hornissen angegriffen. Oder beim Drehen schwamm plötzlich ein herrenloser Einbaum ins Bild. Keine Stühle, keine Garderoben, heißes Ginger Ale und heißer Fruchtsaft und heißes Bier.“

Eines Tages stand sie mitten in einer Ameisenprozession, wurde fast von Elefanten zertrampelt oder von einer Schwarzen Mamba gebissen.Auf der anderen Seite aber war „African Queen“ für Katherine Hepburn ein unvergessliches Abenteuer und „ein Riesenspaß“. Man kann es nachvollziehen. Man muss sich nur den Film ansehen.

Der König der Lügner

11. Mai

Eigentlich merkwürdig, dass die Nazi-Größen von der Kritik an ihrem Regime nichts bemerkten, aber vielleicht war sie doch ein wenig zu subtil für die eher derben Gemüter in der Hitler-Administration. Denn immerhin sagte Hans Albers diesen Satz: „Abenteuer, Krieg, fremde Länder und Frauen, ich brauche das alles. Aber Sie missbrauchen es.“ Am 5. März 1943, war dieser Satz zum erstenmal zu hören - mitten im Krieg und das auch noch zum 25. Geburtstag der größten und erfolgreichsten deutschen Film-Produktionsgesellschaft, der Ufa.

Außerdem war es der erste richtige deutsche Farbfilm, in dem der „Hoppla-jetzt-komm-ich“-Hans diesen Satz sprach: Er hieß „Münchhausen“. Zwar war schon drei Jahre zuvor Marika Rökk in „Frauen sind doch die besseren Diplomaten“ erstmals in Farbe über die Leinwand getobt, aber so richtig ging es in Farbe erst mit „Münchhausen“ los. Das Drehbuch schrieb ein gewisser Berthold Bürger, ein Pseudonym, hinter dem sich kein Geringerer als Erich Kästner verbarg. Kästners Bücher waren noch wenige Jahre zuvor auf dem Scheiterhaufen gelandet. Nazi-Propagandachef Josef Goebbels wußte davon, zeigte sich aber in diesem Fall großzügig.

Erstklassige Schriftsteller wie Kästner wuchsen weder damals noch heute auf den Bäumen.
Ohnehin war es erstaunlich, dass der routinierte Lügner Goebbels das Thema „Münchhausen“ überhaupt zuließ. Schließlich war ja bekannt, das dieser Hieronymus Karl Friedrich Freiherr von Münchhausen der König der Lügner war, ein phantasievoller Aufschneider und Geschichtenerzähler, der es so buchstäblich zu Weltruhm gebracht hatte.

Münchhausen war ein gutsituerter Gutsbesitzer in Bodenwerder im Weserbergland, der am 11. Mai 1720 ebendort geboren wurde, zunächst als Offizier der russischen Zarin Elisabeth, der Tochter Peter des Großen, diente und schließlich im Alter von 30 Jahren in die niedersächsische Heimat zurückkehrte, um die Stammtische der Region mit seinen Geschichten heimzusuchen. Er erlebte es noch, dass 1785 ein gewisser Erich Raspe seltsamerweise zunächst eine englischsprachige und ein Jahr später Gottfried August Bürger eine deutschsprache Ausgabe seiner „Abenteuer“ herausbrachten, die dem alten Herrn durchaus nicht gefielen, obwohl sie ihn als Person der Weltliteratur unsterblich machten. Als Mensch starb der Freiherr von Münchhausen im Jahre 1797.

Aus seinem Herrenhaus wurde inzwischen das Rathaus von Bodenwerder und er selbst wurde so berühmt, dass ihn nicht nur seine Heimatstadt hemmungslos als Touristenattraktion vermarktet. Seit 1997, dem 200. Todesjahr des Lügenbarons, gibt es beispielsweise einen Münchhausenpreis für Menschen mit „besonderer Begabung in Darstellungs- und Redekunst, Phantasie und Satire“, der unter anderem an Minister a.D. Norbert Blüm, den Schriftsteller Ephraim Kishon und die Schauspielerin Evelyn Hamann ging.

In insgesamt 42 Sprachen hat man sich mit der Figur Münchhausen beschäftigt, darunter in kirgisisch, katalanisch, malaisch und Urdu, der Literatursprache der Mohammedaner in Indien. Im schweizerischen Zürich gibt es eine „Münchhausologische Sammlung“, die sich wissenschaftlich mit dem Phänomen des alten Schwadronierers auseinandersetzt.

Dabei haben sie alle abgeschrieben von einem, der bis heute unbekannt blieb: In Berlin erschien nämlich in den Jahren 1781 bis 1783 eine Anekdotensammlung über „M-h-s-n, ein Vademecum für lustige Leute“. Die Geschichte des Mannes, der auf einem halben Pferd und einer Kanonenkugel ritt und der das Geheimnis kannte, wie man sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen kann (ein Fähigkeit, über die aktuelle Spitzenpolitiker aus aller Welt heute wohl auch gern verfügen würden), blieb ein internationaler Bestseller.

Aber Münchhausen zog sich nicht nur am eigenen Schopf aus dem Sumpf, er nahm sich auch ständig selbst auf den Arm. So angesichts der Gehängten auf der Käseinsel in der Südsee, die an den Bäumen baumelten, weil sie „ihre Freunde belogen und ihnen Plätze beschrieben hatte, die sie nie gesehen, und Dinge erzählt, die sich nie zugetragen hatten.“ Münchhausens Kommentar: „Ich fand die Strafe sehr gerecht; denn nichts ist mehr eines Reisenden Schuldigkeit, als strenge nach der Wahrheit zu berichten.“ Wie wahr ...

Mrs. (Fast)-President

10. Mai

Noch gibt es ja keine Frau, die es auf den Präsidentensessel im Weißen Haus geschafft hat. Und versucht haben es auch noch nicht allzu viele. Die allererste, die ihren Hut in den Ring warf, ist längst vergessen und sie hieß Victoria Woodhull. Das war am 10. Mai 1872, als sie ihre Kandidatur bekannt gab. Sie schaffte es nicht ins Weiße Haus, im Gegenteil, sie saß sogar, als gewählt wurde, im Gefängnis, nicht ohne zuvor im Mittelpunkt einer der hässlichsten Schlammschlachten der US-Geschichte gestanden zu haben, was ja, wie jedermann weiß, eine Menge heißt.
Victoria Woodhull, das ist gleichbedeutend mit dem Kampf um die Rechte der Frauen, mit Skandalen, Rufmord, Macht, Geld, Mut und Selbstbewusstsein, mit (fast) all den Höhen und Tiefen, die ein Menschenleben zu bieten hat. Doch der Reihe nach:
Die ersten Jahre der Victoria Claflin Woodhull Martin, die am 23. September 1838 in dem kleinen Kaff Homer in Ohio geboren wurde, waren eigentlich keine schlechte Schule, was die Vorbereitung auf ein hohes politisches Amt betrifft. Schon als 15jährige lernte sie, wie man die Leute durch Hellseherei hinters Licht führt, sie betätigte sich als Schauspielerin und Prostituierte, was, ohne zynisch sein zu wollen, ja auch keine schlechte „Schule des Lebens“ ist. Da lernte sie Härte und Durchhaltevermögen, aber auch, dass man im Leben ein wenig Glück braucht.
Das sah anfangs allerdings gar nicht danach aus. Sie geriet an einen Alkoholiker namens Woodhull, von dem sie sich aber schnell wieder trennte, um mit ihrer Schwester Tennessee nach New York zu gehen. Und da zog sie das große Los: Eisenbahn-Magnat Cornelius Vanderbilt war fasziniert von der jungen Frau, zumal sie, zumindest, was die Börsenkurse betraf, erstaunlich oft richtig lag. Das war kein großes Kunststück, denn Victoria hatte eine Menge Freundinnen im horizontalen Gewerbe und die hatten häufig Kunden aus der Finanzwelt, die die intimsten Firmengeheimnisse ausplauderten. Fakt ist, dass sich Vanderbilt bei einem Börsencrash 1869 dusselig und dämlich verdiente und den Damen Woodhull schlappe 700 000 Dollar Prämien zahlte, eine seinerzeit unfassbare Summe. Aber jetzt waren sie finanziell unabhängig und konnten loslegen: Zunächst eröffneten sie die erste von Frauen geführte Broker-Firma in der Wall-Street, machten eine wöchentlich erscheinende Zeitung auf und knüpften politische Kontakte. Victoria Woodhull begann vor allem, für die Rechte der Frauen zu kämpfen.
Das war natürlich dem Establishment außerordentlich suspekt. Eine Frau mit, na ja, zumindest anrüchiger Vergangenheit schrieb sozialistische Ideen auf ihre Fahnen, wollte Gleichberechtigung, ja sogar Frauenwahlrecht, Recht auf Abtreibung und freie Liebe (Na klar!). Und dann gründet diese Ex-Nutte auch noch eine Partei. Empörend!
Zu ihrer Intimfeindin wurde ausgerechnet die Frau, die sich mit „Onkel Tom“ so unendlich um die Befreiung der Sklaven verdient gemacht hatte, Harriet Beecher Stowe. Es wurde ein regelrechtes Stutenbeißen, das seinen Höhepunkt erreichte, als Victoria Woodhull in ihrer Zeitung Harriets Bruder Henry, einen an sich geachteten Prediger, als notorischen Seitenspringer outete. Jeder wusste davon, aber niemand sprach darüber – nur die mutige Victoria. Schließlich hatte der Beecher-Clan den längeren Arm und die besseren Kontakte zur Justiz und so kam es, dass Victoria während der Wahl ins Gefängnis wanderte.
Aber die Woodhull hatte sich den Respekt ihrer Journalisten-Kollegen erworben, hatte sie doch einen für alle wichtigen Kampf um die Pressefreiheit gewonnen, was Auswirkungen bis in die heutige Zeit hat. Und sie hatte noch einmal Glück. Als 1877 der alte Zausel Vanderbilt im Alter von 82 Jahren das Zeitliche segnete, fürchteten die Erben, dass Victoria Woodhull all die kleinen und großen Geheimnisse des steinreichen Patriarchen ausplaudern könnte und erstickten alle denkbaren Versuche mit viel, viel Geld.
Victoria Woodhull, mit Anfang 40 in der Blüte ihres Lebens, hatte nun die Nase voll von Amerika und wanderte, finanziell ausgezeichnet gepolstert, nach England aus. Und da Geld bekanntlich eine unbezwingbare Anziehungskraft auf Geld hat, heiratete sie einen reichen Banker, den sie um viele Jahre überlebte. Sie genoss noch sehr lange das englische Landleben. Erst am 9. Juni 1927 starb sie im Alter von 88 Jahren reich und glücklich und weitgehend vergessen in Twekesbury in der Grafschaft Gloucestershire.

Die letzten Opfer des Krieges

9. Mai

Es gibt Geschichten, die sollten immer wieder erzählt werden, weil sie so viel aussagen über die grausamen Mechanismen von Krieg und Gewalt, deren Unmenschlichkeit man sich heute, mehr als 60 Jahre, später kaum mehr vorstellen kann, die aber mahnen, so etwas nie wieder geschehen zu lassen. So wie in der Geschichte von Fritz Wehrmann und zweier seiner Kameraden, Alfred Gayl und Martin Schilling, in der Hamburg zwar nur eine Nebenrolle spielt, aber durchaus eine wichtige.
Denn hätte Fritz Wehrmann, der aus Leipzig stammte, als Junge nicht immer wieder Fahrradausflüge in den Hamburger Hafen unternommen und hätte ihn dabei nicht die Sehnsucht erfasst, zur See zu fahren, dann wäre all das, was folgte, wohl nie geschehen.
Wehrmann diente, wie seine Kameraden, gegen Ende des Krieges auf einem Schnellboot in der Geltinger Bucht, als sie am 4. Mai 1945 aus dem dänischen Rundfunk erfuhren, dass Deutschland gegenüber England kapituliert hatte. Also beschlossen die drei: Wir wollen nach Hause. Aber sie hatten Pech. Dänische Hilfspolizisten griffen sie auf und anstatt zu sagen, dass sie zu ihren Familien wollten, behaupteten sie, sich nach Kurland durchschlagen zu wollen. Vielleicht hätten sie die Wahrheit sagen sollen, damit hätten sie möglicherweise menschliches Verständnis ausgelöst, aber das ist nicht sicher. So aber kamen sie vor ein Kriegsgericht und der Chef der Schnellboote und damit oberste Gerichtsherr Kommodore Rudolf Petersen verurteilte sie zum Tode. Das war am 9. Mai 1945, also einen Tag nach der deutschen Kapitulation und einen Tag, nachdem Petersen höchstpersönlich die Reichskriegsflagge eingeholt hatte. Die drei wurden hingerichtet, die Leichen in der Ostsee versenkt.
Ihre Familien erfuhren erst viele Monate später davon.
1953 kam es zu einem Gerichtsverfahren vor dem Hamburger Landgericht. Petersen und die anderen Richter wurden wegen Totschlags und Rechtsbeugung angeklagt. Und sie wurden freigesprochen. Die Mutter Alfred Gayls nahm daraufhin sich das Leben, Anna, die Mutter von Fritz Wehrmann, kam später in ein Pflegeheim und starb in geistiger Umnachtung.
Der ehemalige Kommodore Petersen arbeitete als Handelvertreter und wurde wenige Monate nach dem Freispruch Leiter der Hanseatischen Yachtschule in Glücksburg. Außerdem arbeitete er für den Militärischen Abschirmdienst der Bundeswehr.
Er fand ein seltsamen Tod. Als dem damals 77jährigen in der Silvesternacht Jugendliche beim Öffnen der Haustür Böller ins Gesicht warfen, erschreckte ihn das so sehr, dass er am 2. Januar 1983 starb.
Klar ist, dass wir heute diese Geschichte nur mit Empörung und Abscheu beurteilen, denn wie kann man jemanden wegen eines Kriegsverbrechens verurteilen, wenn der Krieg schon vorbei ist? Und wieso kann es überhaupt ein Verbrechen sein, nach Hause zu wollen wie Fritz Wehrmann, der sich Sorgen um seine Mutter machte, da in Leipzig „der Russe“ war?
So handeln doch keine Menschen. Oder?
Petersen hätte die drei, ohne selbst irgendetwas befürchten zu müssen, mit einem einzigen Federstrich begnadigen können und hätte damit Leben gerettet. So denken wir heute. Aber dem Kommodore und allen anderen war seit Jahren immer wieder eingeimpft worden: „Auf Fahnenflucht steht der Tod!“ und danach richteten sie sich, wie Marionetten ohne Herz. Sie haben sicher viele schlaflose Nächte verbracht, die Richter und die anderen Beteiligten wie der Marinepfarrer Klaus Lohmann, der sein Leben lang darunter litt, nicht energischer gegen die drohende Exekution vorgegangen zu sein. Aber, so Lohmann, sie hätten sich alle in einer „militärischen Mühle“ befunden, in der man nur unter Zwang handelte.
Uns, die wir heute leben, reicht eine solche Erklärung für diese unfassbare Tragödie nicht aus. Und das mit Recht. Der 19jährige Alfred Gayl schrieb wenige Minuten vor seiner Hinrichtung: „Wir sind die letzten Opfer des Krieges, genau so sinnlos wie alle anderen.“

Mütter, Mütter, Mütter

24. August

Sie hatten ihre Söhne fest im Griff, auch wenn diese selbst die Welt beherrschten oder noch so berühmt oder mächtig waren – die starken Mütter der Weltgeschichte. Da war zum Beispiel Maria Laetitia Bonaparte, die der Kaiser der Franzosen respektvoll Madame Mère nannte, die am 24. August 1750 geboren wurde. Oder man denke an Olympias, die Mutter Alexanders des Großen, Lady Randolph Churchill, Suzanne Valadon, die Mutter des Malers Utrillo oder auch Dolly Sinatra, ohne deren energischen Einsatz die Weltkarriere von Sohnemann Frankie wohl niemals begonnen hätte.

Die Welt zitterte vor ihm und er vor seiner Mutter: Und wenn man sie ein wenig kennen gelernt hat, die Madame Mère, dann kann man verstehen, warum dem großen Napoleon Bonaparte die Knie schlotterten, wenn er sie nur sah. Denn Laetitia Bonaparte war zänkisch, ein rechter Geizkragen, herrisch und völlig unbeugsam, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen ging. Aber sie wurde eine reiche Frau und hin und wieder schrieb sie auch Weltgeschichte, als sie beispielsweise ihrem zaudernden Sohn befahl, das Exil auf der Insel Elba aufzugeben und wieder in den Kampf zu ziehen. „Du bist nicht geboren, um auf Elba zu sterben“, sagte sie. Napoleon gehorchte und erlebte sein endgültiges Waterloo.

Gegen Ende ihres Lebens wurde die Mutter der Grand Nation ein wenig bescheidener. „Napoleon war nicht unfehlbar. Napoleon war nicht der Sohn Marias, sondern der Sohn der Laetitia.“ Geschäftstüchtig jedenfalls blieb sie bis an ihr Ende. Den Todeskampf der 87jährigen durfte jeder Tourist durch eine Lücke in einer spanischen Wand miterleben. Er musste allerdings dafür einen Scudo zahlen.

Aus ähnlichem Holz war auch die Mutter des ersten Welteroberers, Alexander des Großen. Olympias, die schöne und wilde Molosserprinzessin, die vor knapp 2400 Jahren geboren wurde, war die erste wirklich erfolgreiche dieser machtbesessenen Spezies Mutter. Ohne sie wäre ihr Ehemann Philipp II. von Makedonien, ein trinkfester, manchmal grausamer, manchmal gutmütiger und schlitzohriger Raufbold, ein zweitklassiger Provinzfürst im nördlichen Griechenland geblieben. Ihrem Sohn Alexander redete Olympias ein, er sei nicht nur der Sohn des Zeus, sondern auch Nachkomme des sagenhaften Achilles, des Helden von Troja, was den zukünftigen Welteroberer bewog, sich Zeit seines Lebens Homers Ilias unter das Kopfkissen zu legen.

Dann organisierte sie den Mord an ihrem Gatten Philipp, um Alexanders Thron zu sichern und riet diesem, lieber alle möglichen Konkurrenten umzubringen, bevor sie ihm gefährlich werden konnten. Alexander gehorchte.

Leider starb der geniale Alexander schon im Alter von 33 Jahren und alle Versuche Olympias ihren kleinen Enkel zum Bewahrer von Alexanders Weltreich zu machen, scheiterten. Olympias (59) verblutete unter Steinwürfen und Knüppelschlägen der Hinterbliebenen ihrer Opfer.

Derartig blutige Ränkespiele waren nichts für „Jenny“, spätere Lady Randolph Churchill und Mutter von Winston Churchill. Sie mischte lieber Bourbon, trockenen Vermouth mit einem Schuss Angostura-Bitter und erfand so den Manhattan-Cocktail – im selben Monat übrigens, in dem sie dem späteren Premierminister das Leben schenkte.

Jenny Jerome war eine hübsche, lustige, aber auch ziemlich wilde Hummel. Wie es hieß, floss sogar Irokesenblut in ihren Adern, ein Verdacht, den Jenny durch eine tätowierte Schlange schürte, die sie an ihrem linken Handgelenk trug.

Für den kleinen Winston war Lady Churchill nicht unbedingt der Inbegriff der liebevollen und umsorgenden Mutter, dafür war sie vielleicht zu jung, so dass sich der hoffnungsvolle Churchill-Spross eher an seine Haushälterin Mrs. Everest hielt. Erst viele Jahre später besserte sich das Verhältnis von Mutter und Sohn und Jenny half dem jungen Winston Churchill so gut weiter wie sie konnte. Wie es heißt, waren die beiden allerdings eher wie Bruder und Schwester als wie Mutter und Sohn.

Ihrem Sohn helfen, das tat auch Marie Clémentine Valadon, allerdings erst, nachdem sie ihn während seiner gesamten Jugend bei der Großmutter gelassen hatte. Als der später weltberühmte Maurice Utrillo 17 Jahre alt wurde, war er jedenfalls bereits alkoholkrank. Aber als er zu malen begann, da sorgte Marie Valadon, die ihr Freund Henri Toulouse-Lautrec nur „Suzanne“ nannte, allerdings für wertvolle „Connections“. Sie war eng befreundet mit dem ansonsten sehr menschenscheuen Edgar Degas, liebte den Komponisten Eric Satie, und als „Suzanne Valadon“ auch eine der besten Malerinnen des 20. Jahrhunderts.

Zu eigenem künstlerischen Ruhm reichte es bei Dolly Sinatra nicht, obwohl sie recht gut sang, aber dafür war sie umso erfolgreicher in der Förderung ihres Sohnes. Dass man „Frankie-Boy“ am 8.9. 1935 erstmals als Teil der „Hoboken Four“ im Radio hören konnte, war das Werk seiner Mutter, die außerdem in der Seele des seinerzeit 19jährigen unauslöschliche Spuren hinterließ, wie beispielsweise die tiefenpsychologisch ebenso eindeutige wie interessante Tatsache, dass er sein Leben lang unter dem Zwang lebte, sich ständig die Hände waschen zu müssen.

Dollys Lieblingsspruch war „du elendes Miststück“ und ihre erste strategische Maßnahme war, den gesellschaftlichen Makel italienischer Herkunft mit Hilfe eines irischen Taufpaten zu mildern. Und deshalb hieß der später weltberühmte Sänger nicht Mario oder Franco sondern Francis Albert.

Dann startete sie eine politische Karriere, um sich eine Machtposition zu schaffen, die Frank helfen sollte. Sie scheffelte Geld, wo sie konnte, verdiente vor allem sehr gut mit illegalen Abtreibungen. Sie träumte davon, dass Frankie Arzt werden würde oder Ingenieur, aber dafür war er zu faul und spielte lieber Billard, als in die Schule zu gehen.

Und da sich abzeichnete, dass Frankie singen wollte und nicht im Hafen malochen, besorgte sie ihm Jobs, setzte alle ihre Kontakte ein und da in Hoboken niemand Dolly Sinatra etwa abzuschlagen wagte, gelang es ihr auch. Und als sie dann noch die Presse unter Druck setzte, über ihren Filius zu schreiben, war die Kariere gesichert.

Dolly Sinatra war unendlich stolz auf ihren weltberühmten Sohn und dieser tat Zeit seines Lebens alles, um sie nicht zu verärgern. Schließlich kostete es Dolly das Leben, dass ihr Sohn ein so großer Star war, denn die 82jährige war im Januar 1977 auf einem Flug zu einem Auftritt von „The Voice“ in Las Vegas, als die Privatmaschine in den schneebedeckten Bergen von San Bernadino abstürzte.

Natürlich könnte man noch tagelang schreiben über die Mütter berühmter Söhne, über Agrippina, die Mutter Neros oder die Heilige Monika, die Mutter des Heiligen Augustinus, über die Mutter Johannes Keplers, die als Hexe angeklagt wurde, über Rose Kennedy oder Hannah Chaplin. Das aber sind alles andere, wenn auch ähnliche Geschichten ...