Die Frau an Mozarts Seite

6. März

Er steht eigentlich immer im Mittelpunkt, jetzt ist auch mal seine Frau dran, denn die war alles andere als die alberne, dauerschwangere, verschwenderische Gans, wie sie oft dargestellt wird. Am 6. März 1842 starb Constanze Mozart und überlebte ihren weltberühmten Gatten damit um mehr als 50 Jahre, die sie zu nutzen wusste. Denn sie sorgte schließlich dafür, dass der Maestro aus dem Armengrab auf dem St. Marxer Friedhof in Wien, wo er, ohne, dass seine Familie den genauen Ort kannte, in einem Massengrab verscharrt worden war, aufstieg zum Olympier der Musikwelt.

Dabei wurde sie, weil sie die gesammelten Schätze, Partituren, Originalhandschriften u.ä. geschickt und profitabel verkaufte, recht wohlhabend, was zu Lebzeiten des wohl größten Komponisten aller Zeiten ganz anders war, denn Geld war bei den Mozarts immer knapp, obwohl der junge Herr des Hauses eigentlich eine Menge Geld verdiente als Klavierlehrer und als Komponist. Sein gutes, mitleidiges Herz wussten einige seiner Bekannten zu nutzen, indem sie ihn stets mit Erfolg anbettelten. Aber auch aus anderen Gründen zerrann dem Paar alles, was er bekam, zwischen den Fingern für einen aufwändigen Lebensstil, für Kegeln, Billard und für die zweite ganz große Leidenschaft, den Tanz.

Das alles laugte die zarte, junge Frau aus dem Schwarzwaldörtchen Zell im Wiesental völlig aus. Und in der Tat war das „Stanzerl“ häufig schwanger, in insgesamt gut acht Jahren Ehe sechs Mal. Nur zwei der Kinder überlebten ihre ersten Jahre. Carl Thomas war sechs Jahre und Franz Xaver Wolfgang erst sechs Monate alt, als ihr Vater starb. Aber Constanze blieb trotz allem ein fröhliches, lustiges Frauenzimmer, die ideale Partnerin für den flippigen Komponisten.

Mozarts Vater Leopold hasste seine Schwiegertochter. Hatte sie doch all seine Träume zerstört, mitzuverdienen an den Erfolgen seines Sohnes. Dass die Ehe überhaupt geschlossen wurde, war für ihn das Werk von Constanzes kupplerischer Mutter, der es seiner Meinung nach geschickt gelungen war, „Wölferl“ Augenmerk von der Koloratursopranistin Aloysia, in die er sich verliebt hatte, auf ihre Schwester Constanze umzulenken, die nicht so hübsch und auch nicht so begabt war. Wolfgang Amadeus selbst schrieb einmal in einem Brief: „Ihre ganze Schönheit besteht aus zwei kleinen schwarzen Augen und in einem schönen Wachstum. Sie hat keinen Witz, aber gesunden Menschenverstand.“

Leopold Mozart ließ kaum eine Gelegenheit aus, gegen die Frau seines Sohnes zu geifern. Er beschuldigte sie, eine berechnendes Flittchen zu sein, das Mozarts Geld für sündhaft teure Kuraufenthalte im Modebad Baden verschwendete, während sein armer, einsamer Sohn (und dessen bedauernswerter Vater) am Hungertuch nagten. Auch, dass Wolfgang sich so schwer tat mit einem Job bei Hofe, die pausenlosen Umzüge – alles Constanzes Schuld. Derartigen Klatsch und Tratsch lieben die Leute nun einmal und so übernahmen viele Mozart-Biografen dieses Bild von Mozarts Ehefrau, obwohl sie es besser hätten wissen müssen.

Es war nämlich Constanze, die den Nachlass des Komponisten sorgfältig verwaltete und für die Nachwelt sicherte und die zusammen mit ihrem zweiten Mann, dem dänischen Diplomaten Nicolaus von Nissen, eine erste dokumentierte Lebensbeschreibung von Wolfgang Amadeus Mozart verfasste. Außerdem gründete sie zusammen mit anderen 1841, kurz vor ihrem Tod, das Mozarteum in Salzburg, in dem das Andenken ihres Mannes auf unnachahmliche Art gepflegt wird.

Und als ehemaliger Kammerdiener, Geiger und Vizekapellmeister hätte der alte Leopold über die Familie von Constanze Mozart eigentlich nicht so die Nase rümpfen dürfen, denn die war durchaus achtbar und zumindest in einer Nebenlinie überdurchnittlich musikalisch begabt, was man vom ihm, Mozart senior, nicht behaupten kann.

Der Onkel von Constanze Maria Constanze Caecilia Josepha Aloisia Mozart, geborene Weber, war nämlich ein gewisser Franz Anton Weber, und der war ein ganz ausgezeichneter Musiker. Und sein Sohn, also Constanzes Cousin, wurde sogar ein weltberühmter Komponist, der unter anderem für die erste deutsche Volksoper verantwortlich war, den „Freischütz“. Seine Name (man ahnt es schon): Carl Maria von Weber.

Übrigens: Wen es einmal in das Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz ins beschauliche Zell im Wiesental verschlagen sollte, der kann im Hotel „Löwen“ in der „Mozart Stube“ und im Gasthaus „Krone“ in der „Carl Maria von Weber Stube“ eine Menge Interessantes über die beiden berühmtesten Kinder der Stadt finden. Aber das ist eine andere Geschichte ...



Weltrekord durch Tarzan
Er konnte sicher viel besser schwimmen als schauspielern, was eindrucksvoll durch die Tatsache unterstrichen wird, dass er als erster Mensch am 6. März 1923 die 400 Meter Freistil unter fünf Minuten kraulte, dennoch hat sich Johnny Weissmüller, der eigentlich gebürtiger Rumäne war und mit Vornamen Janos hieß, unauslöschlich als der Tarzan in die Filmgeschichte eingetragen.1932 spielte er ihn zum ersten Mal.



Blätterwald
Wildschweine gegen Golfer
Der schlimmste Feind des Golfers ist das Wildschwein – jedenfalls im niedersächsischen Gifhorn. Seit Monaten pflügen Bachen, Frischlinge und Überläufer einen Golfplatz auf der Suche nach Insektenlarven, Käfern und Mäusenestern um. Das Berichte die „Aller-Zeitung“. Unterstützt werden sie von einem Dachspärchen. Ein Einzäunen des Platz kommt nicht in Frage, 18 Kilometer Zaun wären nötig. Golfplätze sind halt ziemlich groß. Jetzt werden Jäger an die Wildschweinfront geschickt. http://bit.ly/bFl6r0


Blätterwald
Massel für Philatelisten
Der Briefmarkensammler muss auch mal Glück haben. Kein Mensch hätte sich für einen Ersttagsstempel, auf dem auf hebräisch „Masel Tov“ (viel Glück) steht. Aber da bei der Post irgendjemand nicht aufgepasst hat, stand da „Tov Masel“. Das berichten die „Kieler Nachrichten“. Und jetzt reiben sich die Philatelisten die Hände http://bit.ly/9y317t


Blätterwald
Auf Usedom zu entdecken: Der Goldhering
Ein Tip für Naturfreunde: an den Stränden der Insel Usedom kann man jetzt mit etwas Glück eine neue Spezies, den sogenannten „Goldhering“ entdecken. Dazu muss man etwas buddeln, denn dieser Hering lebt im Sand. Auch einen nahen Verwandter, der „Silber-Hering“, kann man dort finden. Das berichtet der „Nordkurier“. Bei diesen Heringen handelt es sich um Anhänger im Gesamtwert von 10 000 Euro. Echte Heringe kann man dann vom 20. März bis zum 10. April während der „Usedomer Heringswochen“ in insgesamt 34 Hotels und Gaststätten verspeisen. http://bit.ly/9AZsOj


Blätterwald
Haufenweise Fähnchen
Nachahmenswert, wenn auch ein wenig ekelig: Im mecklenburgischen Kröpelin sind Kita-Kinder mit Plastikhandschuhen losgeschickt worden, um bunte Fähnchen auf die zahlreiche Hundehaufen zu stecken. Das berichtet die „Ostsee-Zeitung“. Auf einer Strecke von 50 Metern habe man 48 Haufen entdeckt. http://bit.ly/cr2F9r

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