Geburtshelfer des Bleistifts

26. März


Am 26. März 1516 wurde der Mann geboren, der der Welt als erster mitteilte, dass man Graphit in eine verschiebbare Holzhülle stecken kann und so der Geburtshelfer für die Weltkarriere des Bleistifts wurde. Es war der Züricher Gelehrte Conrad Gesner, der in seinem Buch „De omni rerum fossilium genere“ (Vom Entstehen der fossilen Stoffe) erstmals das Verfahren beschrieb, in dem ein geeignetes Stück Graphit von einem Stück Holz ummantelt und so verhindert wird, dass man sich die Finger schmutzig macht. Erfunden hatte dies irgendein findiger Kopf in London zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Blei, oder besser Graphitscheibchen (Graphit ist reiner Kohlenstoff), hatte man schon in der Antike zum Ziehen von Linien benutzt, ebenso wie im Mittelalter das sogenannte „Reißblei“ oder „Bleiweiß“, wie Graphit bis zur Einführung dieses Wortes durch den deutschen Mineralogen Gotthold Abraham Werner im 18. Jahrhundert (abgeleitet vom griechischen Wort graphein für schreiben) hieß.

Conrad Gesner, dem Überbringer der guten Nachricht, eilt in seinem Heimatland, der Schweiz, der Ruf nach, einer der größten Naturforscher aller Zeiten gewesen zu sein. Gemessen daran, dass er als einer der Begründer der Zoologie gilt, den Botanischen Garten seiner Heimatstadt gründete und sich in der griechischen Sprache, in Physik, Chemie und Medizin bestens auskannte, dass eine ganze Pflanzengattung, die Gesneriengewächse (zu der u.a. das Usambaraveilchen gehört), nach ihm benannt ist, scheint die Beschreibung eines Bleistifts eine eher zweitrangige Leistung zu sein, aber das täuscht.

Schließlich wuchs daraus ein ganzer Industriezweig, in der insbesondere Nürnberg und Umgebung mit den weltbekannten Firmen Staedtler und Faber bis heute eine spezielle Rolle spielt. Rund 95 Prozent der deutschen Bleistiftproduktion (rund 500 Millionen Stück im Jahr) stammt aus der fränkischen Metropole.

Erst seit 1794 gibt es Bleistifte in unterschiedlichen Härtegraden. Da hatten sich der Franzose Jacques Conté, ein Mechaniker, und kurz darauf der Wiener Josef Hardtmut einfallen lassen, gemahlenem Graphit Ton beizumischen und so Graphitminen zu pressen und dann zu brennen.

Aber immer noch war das Problem nicht gelöst, dass die Minen in der Holzumhüllung wackelten und so die Mine immer wieder leicht abbrach. Der US-Kunsttischler William Monroe aus Concord in Massachusetts baute schließlich eine Maschine, mit der in Holzstäbe passende Rillen für die Minen eingefräßt wurden.

Graphit wurde übrigens bis ins 17. Jahrhundert hinein ausschließlich in England ausgebeutet, vor allem im Cumberlandgebirge, wo bei einem Sturm ein Baum entwurzelt wurde und so durch reinen Zufall ein großes Vorkommen entdeckt wurde. Später, im 18. Jahrhundert, wurde der Export englischen Graphits streng untersagt und ein Verstoß dagegen sogar mit Tod durch Erhängen bestraft. Ein wichtiger Grund dafür hat allerdings nichts mit Bleistiften zu tun, denn Graphit braucht man auch, um Gießformen für den Eisenguss herzustellen und dieses Verfahren wurde vor allem für die Produktion von Kanonenkugeln benutzt ...


Blätterwald
Solidarität mit geschasstem Busfahrer
Ungewöhnliche Aktion: Kollegen eines vom Wiesbadener Busunternehmen „WiBus“ entlassenen Fahrers sammeln jetzt Unterschriften, damit der 58jährige wieder eingestellt wird. Er war geschasst worden, weil er mit seinem mit Fahrgästen besetzten Bus an einer Tankstelle anhielt, um sich Zigaretten zu besorgen. Das berichtet der „Wiesbadener Kurier“. http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/8666414.htm


Blätterwald
TV-Journalist coachte Politiker
Gegen Coaching ist ja eigentlich nichts einzuwenden. Man vermittelt Wissen und hilft anderen. Nur, wenn man NDR-Journalist ist und die „Kunden“ sind Politiker, dann wird es kritisch. Wie das „Flensburger Tageblatt“ berichtet, wurde ein im Kieler Landesstudio arbeitender Fernsehjournalist suspendiert, weil er den heutigen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen 2004 auf die Landtagswahl vorbereitete. Dies tat er auch für andere Politiker und kassierte dafür einige Tausend Euro. http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//suspendierter-ndr-journalist-war-carstensen-coach.html



Blätterwald
U-Boot im Schwarzwald
Bei Bohrarbeiten wurden jetzt in Illingen im Nord-Schwarzwald ein eiförmiger sieben Meter langer Gegenstand entdeckt, der „mit einiger Phantasie“ ein U-Boot sein könnte. Das berichtet die „Pforzheimer Zeitung“. Dieser auf den ersten Blick überraschende Fund, erweist sich bei näherer Betrachtung allerdings als nicht so sensationell, denn die Stahlbau-Firma, auf deren Gelände das Gerät gefunden wurde, war im Zweiten Weltkrieg Rüstungslieferant. http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Muehlacker/U-Boot-in-Illingen-aufgetaucht-_arid,184051_puid,1_pageid,87.html



Blätterwald
Drohne überprüft Waldschäden
Mit einem kleinen unbemannten Flugzeug wurden jetzt erstmals Waldschäden aus der Luft inspiziert. In Bad Salzungen (Thüringen) flog drei Tage lang eine Art „zivile Drohne“ über das Gebiet des Forstamtes der Stadt. Das berichtet die „Südthüringer Zeitung“. Bisher war das Gerät vor allem zur Messung meteorologischer Daten oder zur Überprüfung von Pipelines verwendet worden. Drohnen sind eigentlich Geräte zur militärischen Aufklärung. http://www.stz-online.de/nachrichten/regional/badsalzungen/fwstzslzlokal/art2446,1098392



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