Tarzans Vater

19. März


Wer weiß, wer weiß, ob Tarzan je auf die Welt gekommen wäre, wenn nicht im Jahre 1891 in Chicago eine Grippe-Epidemie ausgebrochen wäre. Ein gewisser Edgar Rice Burroughs, geboren am 1. September 1875, war damals 15 und seine besorgten Eltern schickten ihn aufs Land, nach Idaho auf die Ranch seiner Brüder. Eddie fand das wunderbar. Viehdiebe wurden erschossen, in den Saloons qualmten die Revolver, es wimmelte von Schurken und Halsabschneidern. Der Grippe war der junge Mann entkommen, aber jetzt hatte ihn ein anderer Virus fest im Griff, der der Abenteuerlust.

Edgars Vater, Major George Tyler Burroughs, war entzückt, als ihm sein Sohn eröffnete, er wolle zum Militär. Und das war die Wahrheit, denn bei der US-Kavallerie konnte man in jenen Jahren noch prima Apachen jagen, obwohl die Zeiten sich langsam änderten. Aber Edgar wurde krank, Herzflattern machten eine Soldatenlaufbahn unmöglich.

Und so sah zunächst alles nach einem normalen, bescheidenen Leben aus. Er heiratete, bekam Kinder, schlug sich mit allerlei Jobs durchs Leben, zuletzt als Handelsvertreter für Bleistiftanspitzer. Zu seinen Aufgaben gehörte es, die Anzeigen seiner Firma in allen möglichen Zeitschriften zu kontrollieren und bei dieser Gelegenheit machte er Bekanntschaft mit allerlei Schundgeschichten, die ihn darauf brachten, es doch auch einmal selbst damit zu versuchen.

Hin und wieder hatte er schon ein paar Geschichten für die Kinder in seiner Familie geschrieben, aber nun bot er eine den Redaktionen an. Und da er sich ein bisschen schämte, steckte er „Dejah Thoris, Prinzessin vom Mars“ unter dem Namen Normal Bean in den Postkasten. Und siehe da: Unter dem Titel „Unter den Monden des Mars“ wurde die Geschichte gedruckt. Burroughs erhielt 400 Dollar.

Die dritte Geschichte, die Burroughs, nun schon Profi, schrieb, hieß: „Tarzan of the apes“ (Tarzan von den Affen). Stark angelehnt an Kiplings Dschungelbuch und an die Sage von Romulus und Remus erschien sie im Oktober 1912. Die Story dieses edlen Wilden, der zunächst Zantar heißen sollte und dann Tublat-Zan, ist ebenso so einfach und klischeebehaftet wie unwiderstehlich: Nach dem Tod seiner Eltern wächst der junge Tarzan in einer Affenherde auf und wird so zwangsläufig zum Beschützer aller Guten und zum Alptraum aller Bösen. Burroughs erhielt dafür nunmehr 700 Dollar und es wurde immer besser.

Der Autor sprudelte geradezu über von Geschichten, Science Fiction, Abenteuer, Western, alles floss nur so aus seiner Feder, aber „Tarzan“ blieb sein Spitzenstar. Kein Wunder, dass der Film den Stoff entdeckte. Schon 1918 flimmerte der König des Dschungels erstmals über die Leinwand (schwarzweiß und stumm, versteht sich). In der Hauptrolle: Elmo Lincoln.

Familie Burroughs war nun aus dem Gröbsten raus. Die inzwischen prachtvollen Einnahmen gestatteten den Kauf eines Hauses in Kalifornien, sie nannten es „Tarzana“, Edgar gründete seine eigene Firma, die all seine Werke vermarktete.

Aber all das war gar nichts, gemessen an dem Welterfolg, der 1932 begann, als ein gewisser Janos „Johnny“ Weismueller, ein gebürtiger Banater Schwabe, Schwimmweltrekordler und Olympiasieger, erstmals seinen berühmten Schrei ausstieß, den der begabte Jodler selbst erfunden hatte. „Tarzan, der Affenmann“ hieß das Werk und es hatte nicht mehr viel Ähnlichkeit mit Burroughs Original-Texten, aber das war diesem herzlich egal.

Und so gingen die Jahre dahin, aber das Leben hatte doch noch ein Abenteuer für den alten Haudegen parat. 1941 lebte Burroughs mit seiner zweiten Frau auf Hawai und er spielte gerade Tennis mit seinem Sohn, als nebenan auf Pearl Harbor die japanischen Bomben fielen. 66 Jahre als war Edgar Rice Burroughs seinerzeit, aber er wollte noch einmal mitmachen. Er wurde der älteste Kriegskorrespondent aller Zeiten, war überall da zu finden, wo die Hölle los war und er nahm sich sogar die Zeit eine neue Geschichte zu schreiben: „Tarzan in der Fremdenlegion“.

Edgar Rice Burroughs starb am 19. März 1950, sein literarischer Sohn Tarzan erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit.



Premiere für den Schneewittchensarg
Immerhin 75 Kilometer in der Stunde konnte man im „Schneewittchensarg“ über die noch nicht so vollen Straßen rollen – wenn alles gut ging. Am 19. März 1953 wurde der legendäre Messerschmidt-Kabinenroller auf der IAA vorgestellt.


Blätterwald
Schweinigeleien mit dem Handy
Ein ganz normaler Tag vor dem Nürnberger Amtsgericht: Innerhalb kürzester Zeit wurden zwei Männer zu Geldstrafen verurteilt, die mit Hilfe ihrer Handys allerlei Schweinigeleien angestellt hatten. Wie die „Nürnberger Nachrichten“ schreiben, hat ein Rentner „intime Aufnahmen von seinem besten Stück“ an mehrere Empfängerrinnen per Handy verschickt, was diese ebenso wenig lustig fanden wie eine 25jährige, der ein 35 Jahre alter Informatiker auf einer Rolltreppe sein Handy unter den Mini-Rock gehalten hatte. Der Rentner wurde zu 600, der „Mini-Paparazzo“ zu 3400 Euro Strafe verurteilt. http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1191775&kat=10&man=3


Blätterwald
Notfallhandys nach Messerattacke?
Mehr Sorgen um die Kosten, als um die Sicherheit von Schülern und Lehrern scheinen sich in Ludwigshafen Stadtverwaltung, Schulleiter und Elternbeiräte zu machen. Nach einer Messerattacke an einer Berufsbildenden Schule hatten sich die Stadtverwaltung und Schulleiter (ohne die Rektoren der Hauptschulen) zusammengesetzt und ein Gespräch „in einer sehr angespannten Atmosphäre“ geführt, schreibt der „Mannheimer Morgen“. Beschlüsse seien nicht gefasst worden, so hieß es. http://www.morgenweb.de/region/ludwigshafen/artikel/20100319_srv0000005569638.html


Blätterwald
Ikea plant ökologischDer Möbelriese
Ikea plant in Lübeck beim Bau eines neuen Standorts konsequent ökologisch. So soll an dem neuen Standort „mehr regenerative Energie gewonnen werden als Ikea verbraucht,“ berichten die „Lübecker Nachrichten“. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt, das unter anderem eine Solaranlage und eine Warmwasseraufbereitung durch Sonnenenergie umfassen soll. Außerdem geplant: Eine Regenwasserzisterne, Wärmepumpen, Kältemaschinen und Wärmerückgewinnungsanlagen in den Lüftungsanlagen. „Der städtische Abwasserdruckkanal könnte mittels Wärmetauscher zur Gewinnung von Wärme im Winter – und zur Erzeugung von Kühlenergie im Sommer – verwendet werden. Gebäudedämmung ist auch ein Thema,“ schreibt die Zeitung. http://www.ln-online.de/artikel/2756950


Blätterwald
Posten sichern Bahnübergang
Seit Monaten kämpft die Bahn an der Bahnlinie Osnabrück – Oldenburg in der Nähe des niedersächsischen Ortes mit den Tücken der Technik an einem Bahnübergang, dessen Schranken sich nicht zuverlässig schlossen. Daraufhin wurde ein privates Sicherheitsunternehmen beauftragt, das wochenlang sogenannte „Bahnübergangsposten“ einsetzte. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Jetzt soll der Schaltfehler gefunden worden sein, aber die Anwohner sind skeptisch ... http://www.neue-oz.de/information/noz_print/tecklenburger_land/24964054.html


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